Meinungsprognose aus dem Pitch Avatar Team zur Entwicklung von KI-Lösungen in naher Zukunft.
Der Taschenrechner-Effekt
Mittlerweile dürfte es kaum noch Zweifel daran geben, dass künstliche Intelligenz bereits gesiegt hat. Das lässt sich leicht anhand der Statistiken zur Verbreitung und zum Wachstum öffentlich verfügbarer KI-Implementierungen überprüfen. Glücklicherweise haben wir weder einen Aufstand der Maschinen noch Kämpfe mit bösen Robotern erlebt.
KI musste sich nicht einmal zu dem entwickeln, was oft als starke KI bezeichnet wird, um siegreich zu sein. Sie entwickelt sich immer noch in Richtung einer universell einsetzbaren künstlichen Intelligenz oder einer hypothetischen Super-KI. Und es scheint, dass die Menschheit die KI in diesem Prozess aktiv unterstützen wird.
Ja, natürlich zeigen die meisten Umfragen und Studien, dass nur wenige Menschen bereit sind, KI bedingungslos zu vertrauen. Das hindert die Gesellschaft jedoch nicht daran, nach und nach immer mehr Bereiche – oft bereitwillig und mit Begeisterung – an KI zu übergeben, sodass sie immer häufiger das Leben und die Arbeit der Menschen beeinflusst.
Darüber hinaus gibt es einen interessanten Punkt zu beachten. Wenn wir mit Menschen arbeiten, verlangen wir in der Regel von ihnen, ihre Kompetenz nachzuweisen – sei es durch Diplome, Referenzen aus früheren Jobs oder ähnliche Qualifikationen. Dennoch übertragen wir dieselben Aufgaben oft an KI-Lösungen, die ihre Qualifikationen in keiner Weise nachweisen können. Tatsächlich stellen wir KI sogar medizinische Fragen!
Warum ist das so? Die Antwort liegt vermutlich im sogenannten „Taschenrechnereffekt“. Niemand hinterfragt die Ergebnisse eines elektronischen Taschenrechners; wir nehmen seine Ergebnisse als selbstverständlich hin. Die Einführung dieses einfachen, aber revolutionären Geräts hat das Vertrauen der Menschen in die Technologie deutlich gestärkt.
Dieser Effekt wurde durch das Aufkommen von Haushalts-PCs und später durch die weite Verbreitung des Internets und verschiedener Softwareanwendungen, darunter auch solcher, die auf künstlicher Intelligenz basieren, noch verstärkt.
Super-KI als Schlüssel zu Super-Service
Die Kombination von PC und Internet war einst eine revolutionäre Lösung, die eine breite Palette von Geräten und Diensten vereinte. Es ist schwer zu beziffern, wie viele Geräte und Dienste das Ökosystem „Computer + Smartphone + Internet“ im Laufe der Zeit ersetzt hat. Dank dieser Innovation verschwanden viele Alltagsgegenstände und -phänomene nach und nach aus unserem Alltag. Die Vielzahl spezialisierter Geräte und Dienste wurde auf eine Handvoll vielseitiger Geräte reduziert. Dieses menschliche Streben nach Universalisierung und Vereinfachung von Prozessen ist entscheidend, um zu verstehen, in welche Richtung sich KI-gesteuerte Lösungen in naher Zukunft entwickeln werden.
Die Idee dahinter ist, dass wir nach der Beseitigung einer Form des Chaos – vieler spezialisierter Geräte und Institutionen – schnell eine andere geschaffen haben, diesmal mit Software als Mittelpunkt. Heute stehen wir vor Zehntausenden spezialisierter Programme, Dienste und Lösungen. Oft bieten diese Tools die gleiche Funktionalität mit nur geringfügigen, unwesentlichen Unterschieden. Im Wettlauf um die Aufmerksamkeit der Nutzer (und um das Geld) bringen Entwickler typischerweise Produkte auf den Markt, die noch roh und unfertig sind, und entwickeln sie ständig weiter, während sie gleichzeitig Probleme identifizieren.
Häufige Ausfälle und Inkonsistenzen mit beworbenen Funktionen sind bei moderner Software, insbesondere bei Online-Diensten, keine Seltenheit. Das Sprichwort „Wer sich für sein Produkt nicht schämt, kommt zu spät auf den Markt“ ist zum Leitspruch heutiger IT-Manager und Entwickler geworden. Dieser Ansatz frustriert verständlicherweise die Nutzer, die oft mehrere ähnliche Produkte gleichzeitig testen müssen, nur für den Fall, dass eines davon ausfällt. All dies gilt natürlich auch für KI-basierte Lösungen.
Ebenso sind Nutzer oft unzufrieden mit der „engen Spezialisierung“ von KI-Produkten. Manche kommen gut mit Text zurecht, andere mit Code; manche konzentrieren sich auf Videos, andere auf Musik. Manche generieren Inhalte, andere bearbeiten sie nur. Manche können Sprache erkennen, andere nicht. Manche können übersetzen, andere nicht. Für uns ist klar, dass sich Nutzer universelle KI-Lösungen wünschen, die alles können. Diese Lösungen integrieren die maximale Funktionalität aller Programme und werden über frei formbare Befehle gesteuert, wobei Sprachanfragen im Vordergrund stehen.
Softwareentwickler, insbesondere die Anbieter von Online-Diensten, sind sich dieser Notwendigkeit durchaus bewusst. Die Arbeit an der Universalisierung von KI-Lösungen ist bereits im Gange, und die Funktionalität wird ständig erweitert und verbessert. Der aktuelle Stand der KI-Entwicklung ermöglicht jedoch noch nicht die Realisierung eines wirklich universellen Superdienstes. Es ist jedoch klar, dass dies durch starke KI möglich wird.
Wir sind überzeugt, dass in Zukunft viele einzelne Programme und Lösungen durch mehrere Superdienste ersetzt werden, die auf universeller KI basieren und sich kontinuierlich selbst verbessern und ihre Fähigkeiten erweitern.
Obwohl wir den genauen Zeitpunkt dieser Umstellung nicht vorhersagen können, ist die Nachfrage spürbar und es werden bereits erhebliche Anstrengungen in diese Richtung unternommen. Das bedeutet, dass dies unserer Meinung nach eher früher als später passieren wird.